Gedanken

So hab ich mir das nicht vorgestellt…

Als ich im Januar in Mein Jahr startete, habe ich für mich beschlossen weder eine Erkältung noch andere Wehwechen zu bekommen. Noch im selben Gedankenwust wurde ich von einem kräftigen Hexenschuss begrüßt. Der hat mich einmal mehr daran erinnert, dass nicht alles auf Knopfdruck funktioniert – einfach mal so „mehr für mich zu tun“.

Voll mit Anfangsmotivation bin ich ins Fitnessstudio eingetreten und trainiere dort seitdem zweimal die Woche im Zirkeltraining meine vernachlässigten Muskeln. Es macht mir großen Spaß und endlich weiß ich was überhaupt mit „Zirkeltraining“ gemeint ist. Ich dachte da immer an braune, schwere Medizinbälle und eine muffelige Sporthalle.

Da ich vermute, dass der Hexenschuss eine Mischung aus Arbeits- und Weihnachtsstress war, habe ich mir fest vorgenommen, weniger Stress an mich heran zu lassen und meine Energie bewusster einzusetzen. Das ist mir eigentlich auch fast immer gelungen. Doch dann näherte sich der Kindergeburtstag und die Faschingszeit…

Ich war seit Tagen mit den Vorbereitungen beschäftigt, dass heißt am Geburtstag selbst gab es ein Frühstück mit Omas& Opas, die eigentliche Feier findet nach den Ferien statt. Ich selbst habe nicht einmal gemerkt, dass ich mir Stress machte bzw. empfand ich ihn positiv. Doch als ich dann gestern wieder meine gewohnte Sport-Zirkel-Runde drehte, kam er zurück- der Schmerz im Rücken. Ich habe ihn erstmal ignoriert, weil ich ja schließlich gerade Muskeln aufbaue. Am Ende bin ich dann aber doch zu einer Trainerin gegangen und gemeinsam haben wir Übungen gesucht, die den Schmerz lindern. Ich hoffe, sie schlagen schnell an, denn das Gefühl im Rücken habe ich nicht vermisst.

Ich bin eine Denkerin und Grüblerin. Natürlich stelle ich mir da die Frage, warum mein Körper schon beim kleinsten Stress so reagiert. Und einmal mehr muss ich zugeben, dass an dem Spruch „Höre auf dich und deinen Körper!“ was dran ist. Wenn mir mein Körper am Morgen signalisiert, dass Sport heute einfach nicht drin ist und er lieber im Bett liegen mag, dann ist das in Ordnung. Ich muss mich nicht auf Krampf zum Sport schleppen, nur weil das mein innerer „Ablaufplan“ vorsieht. Die Signale erkennen und entsprechen handeln. Das kann ich mir leisten, dieses „Gammeln“, schließlich habe ich frei. Und doch ist hier das schlechte Gewissen am Größten. Gegenüber mir, meinem Partner und der Welt.

Ich hoffe, ich lerne endlich daraus. Das es völlig in Ordnung ist mein Jahr zu leben, ohne schlechtes Gewissen. Noch habe ich anscheinend nicht das richtige Rezept für Gelassenheit gefunden, aber ich suche weiter. Nur entspannter, egal was in der nächsten Zeit auf dem Programm steht. Der Rücken wird mich zumindest in den nächsten Tagen daran erinnern.

Das ich mein nächstes Nähprojekt „Herrenhemd“ nun verschieben muss, macht es mir nicht leichter. Der nächste Geburtstag naht…

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